LED LEXICON

Fachlicher Exkurs

KEMA, Rohs, TÜV, ENEC, VDE, GS, EMC, Candela, Lux, CI, CosPhi, LED Treiber, LED Zertifikate, LED Presseinformationen… was ist das eigentlich?

Auf dieser Seite haben wir die gängigen Fachbegriffe für Sie gesammelt. Ein kleines LED Lexicon für unsere Kunden und alle Interessierten.

Doch nicht nur das Thema LED ist äußerst dynamisch, da sich Zukunftsmärkte mit rasanter Geschwindigkeit entwickeln, ändert sich auch in regelmäßgen Abständen die Rechtsprechung/Gesetzgebung. Die wichtigsten Infos sammeln wir auf dieser Seite für Sie, so dass Sie immer umfassend informiert sind.

  • Technische Fachbegriffe

    LED Treiber

    Elektronik für die Ansteuerung der LEDs mit Gleichstrom.

    LED

    Light Emitting Diode – LED  ( Leuchtdiode ) basieren auf Halbleiterverbindungen, die den Strom direkt in Licht umwandeln.

    Also (vereinfacht) ein Halbleiterkristall wird durch Strom dazu angeregt Licht abzustrahlen.

    Cos Phi

    Der Leistungsfaktor (Cos Phi)  gibt das Verhältnis der Wirkleistung zur Scheinleistung an und ist daher ein Maß für die Effizienz der Energienutzung.

    Der Leistungsfaktor kann zwischen 0 und 1 liegen. Im Idealfall beträgt er 1.

    Die Wirkleistung ist die elektrische Leistung, die für die Umwandlung in andere Leistungen (z. B. mechanische, thermische oder chemische) verfügbar ist.

    Die Scheinleistung ist die geometrische Summe aus Wirkleistung und Blindleistung.

    Als Blindleistung bezeichnet man die zusätzliche Energie, die zwischen Erzeuger und elektrischen Verbrauchern pendelt. Dieser zusätzliche Energiefluss trägt nichts zur Wirkleistung („tatsächlichen Leistung“) bei und ist daher im Allgemeinen unerwünscht.

    Die pendelnde Energie pro Zeit wird als Blindleistung bezeichnet.

    Kelvin

    In dieser Einheit wird die Farbtemperatur gemessen. Die Farbtemperatur ist ein Maß, um einen jeweiligen Farbeindruck einer Lichtquelle quantitativ zu bestimmen. Je niedriger die Kelvin Angabe, desto wärmer der Farbton.

    CRI

    Unter Farbwiedergabeindex (Colour Rendering Index) versteht man die photometrische  Größe, mit der sich die Qualität der Farbwiedergabe von Lichtquellen beschreiben lässt. Die abgekürzte Schreibweise für den Farbwiedergabeindex ist R_text{a}.

    Candela

    Candela gibt die Stärke der im menschlichen Auge von der empfangenen Strahlung hervorgerufenen Lichtempfindung an. Die Candela Angabe hat den gleichen Wert wie die gemessene Beleuchtungsstärke (Lux)  in einer Entfernung von einem Meter zur Lichtquelle.

    Lux

    Lux ist die gemessene Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle

    Lumen

    Lumen ist der Lichtstrom, der von einer Leuchte oder einem Leuchtmittel ausgesendet wird.

  • LED-Zertifikate

    KEMA

    kema-logo

    KEMA berät und unterstützt behördliche Organisationen, Hersteller, Lieferanten und Verbraucher. Das von der KEMA ausgegebene KEMA-KEUR-Zeichen bestätigt dem Verbraucher, dass das getestete Produkt sicher ist.

    Die KEMA Quality, die Niederspannungsanlagen, elektrotechnische Komponenten, elektronische und medizinische Produkte sowie Management-Systeme prüft und zertifiziert, wurde 2009 an die DEKRA verkauft.

    Darüber hinaus prüft und zertifiziert das Unternehmen auch Produkte, Systeme und Personen für ein breites Spektrum von Auftraggebern.

    ENEC



    Hersteller und Händler zeigen mit dem ENEC-Zeichen, dass sie Produkte im Rahmen der europäischen Sicherheitsnormen anbieten und so mit geringen Lizenzkosten im Streitfall Ansprüche seitens Konsumenten aus der Produkthaftung abwehren können. Das ENEC-Verfahren regelt den europaweit einheitlichen, von allen Teilnehmerstaaten anerkannten Konformitätsnachweis. Es dokumentiert die fortwährende Normenkonformität von ENEC-zertifizierten Erzeugnissen.



    Dazu zählen:
    •    Haushaltsgeräte, elektronische Geräte und Leuchten
    •    Einhaltung der EU-Niederspannungsrichtlinie

    Prüfung und Zertifizierung erfolgen nach europäischen Normen. Die Fertigung des Produktes wird von einer akkreditierten Inspektionsstelle wie Electrosuisse oder – bei ausländischen Produktionsstandorten – durch eine gleichwertige Partnerorganisation überprüft und garantiert so eine gleich bleibende Konformität des Produktes.

    GS

    GS---gerpuefte-Sicherheit-Logo



    Mit dem Siegel Geprüfte Sicherheit (GS-Zeichen) wird einem Produkt bescheinigt, dass es den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) entspricht. Diese Anforderungen sind vor allem in DIN-Normen und Europäischen Normen oder anderen allgemein anerkannten Regeln der Technik konkretisiert. Die im Jahr 1977 eingeführte Zertifizierung soll den Benutzer und Dritte bei bestimmungsgemäßer und vorhersehbarer Verwendung vor Schäden verschonen.

    Das GS-Zeichen ist das einzig gesetzlich geregelte Prüfzeichen in Europa für Produktsicherheit. Die CE-Kennzeichnung wird für bestimmte Produkte gefordert, ist aber eine Erklärung des Herstellers oder Inverkehrbringers, dass er alle notwendigen Normen einhält. Alle anderen Zeichen wie ENEC, VDE, ÖVE, TÜV, BG sind private Zeichen von einzelnen Prüf- oder Zertifizierstellen oder Vereinbarungen zwischen Prüfhäusern.

    VDE

    VDE-logo



    Der VDE ist der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik, ihrer Wissenschaften, der darauf aufbauenden Technologien und Anwendungen.



    Der VDE engagiert sich für ein besseres Innovationsklima, Sicherheitsstandards, für eine moderne Ingenieurausbildung und eine hohe Technikakzeptanz in der Bevölkerung. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung. So sind die Sicherheit in der Elektrotechnik, die Erarbeitung anerkannter Regeln der Technik als nationale und internationale Normen, Prüfung und Zertifizierung von Geräten und Systemen VDE-Schwerpunkte.




    Das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut mit Sitz in Offenbach gehört zu den unabhängigen Prüforganisationen für elektrotechnische Produkte. Von Waschmaschinen bis hin zu IT-Produkten werden hier vielfältigste Geräte geprüft. Weltweit tragen rund 200.000 Produkte das Siegel des VDE.

    Der VDE ist weltweit tätig und unterhält ein Netz von internationalen Kontakten und Partnerschaften. Auf technisch-wissenschaftlicher Ebene kooperiert der VDE mit anderen Verbänden und ist in Organisationen der Normung wie CENELEC, ETSI oder IEC vertreten.

    ROHS

    rohs-logo





    Die EG-Richtlinie 2002/95/EG (RoHS 1) zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten regelt die Verwendung von Gefahrstoffen in Geräten und Bauteilen. Ziel der Richtlinie ist die Beschränkung von unerwünschten Inhaltsstoffen in Elektro- und Elektronikgeräten, die in der EU in Verkehr gebracht werden. Sie, sowie die jeweilige Umsetzung in nationales Recht, wird zusammenfassend mit dem Kürzel RoHS (engl.: Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances; deutsch: „Beschränkung (der Verwendung bestimmter) gefährlicher Stoffe“) bezeichnet.
    Die EG-Richtlinie 2002/95/EG (RoHS 1) ist durch die am 3. Januar 2013 in Kraft getretene EG-Richtlinie 2011/65/EU (RoHS 2) abgelöst worden.

    EMC

    emc-logo





    EMV-Prüfungen oder EMV-Untersuchungen haben den Zweck, die elektromagnetische Verträglichkeit eines elektrotechnischen oder elektronischen Produkts oder Geräts zu charakterisieren. Dazu gehört die Untersuchung der Immunität eines Geräts oder einer Anlage gegenüber externen Störungen.



    EMV-Messungen sind ein Teilgebiet der EMV-Prüfungen, das sich üblicherweise mit der Ermittlung von Störaussendungen befasst. Auch Messungen der Schirmdämpfung fallen in das Aufgabengebiet der EMV-Messungen.

    CE

    CE-logo





    Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller oder EU-Bevollmächtigte gemäß EU-Verordnung 765/2008, „dass das Produkt den geltenden Anforderungen genügt, die in den Harmonisierungsrechtsvorschriften der Gemeinschaft über ihre Anbringung festgelegt sind.“
    Die CE-Kennzeichnung ist kein (Prüf-) „Siegel“, sondern ein Verwaltungszeichen, das die Freiverkehrsfähigkeit entsprechend gekennzeichneter Industrieerzeugnisse im Europäischen Binnenmarkt zum Ausdruck bringt.

  • Presseinformationen

    VDI fordert die Beleuchtungsbranche zum Wechsel zur LED-Technik auf

    VDI veröffentlicht Handlungsempfehlungen für Industrie und Verbraucher

    (PresseBox) (Düsseldorf, 20.11.2013)

    Der VDI sieht die LED-Technik in einer zentralen Rolle für die Beleuchtungsindustrie. In seinem neuen Bericht „LED-Beleuchtungstechnik: Chancen und Herausforderungen durch den Wandel in der Lichterzeugung“ fordert er die Beleuchtungsbranche zum konsequenten Wechsel zur LED-Technik auf und unterstützt die Beleuchtungsindustrie bei der Gestaltung des Wandels. Die LED-Beleuchtungstechnik kombiniert Ressourcenschonung, Umweltverträglichkeit und Nutzerkomfort auf einzigartige Weise. LED-Systeme werden deshalb immer häufiger beispielsweise zur Beleuchtung in Gebäuden oder von Straßen, als Hintergrundbeleuchtung von Bildschirmen und in Fahrzeugen eingesetzt. Auch Privatanwender können von der quecksilberfreien LED-Technik zu Hause profitieren. Fachgeschäfte und Baumärkte bieten neben kompletten Leuchten, die mit LEDs bestückt sind, auch sogenannte „LED-Retrofit“-Lampen an, die in die Fassungen bestehender Leuchten passen.

    LED-Beleuchtungen gehören bereits heute zu den wirtschaftlichsten Lichtquellen am Markt. Die lange Lebensdauer (bis zu 5 Jahre Dauerbetrieb) und die hohe Effizienz dieser Lichtquellen (bis zu 50 Prozent Energieeinsparung im Vergleich zu handelsüblichen Energiesparlampen) sind Gründe dafür. Noch sind die Anschaffungskosten verglichen mit anderen Lichtquellen relativ hoch, die Stromeinsparungen können die Anschaffungskosten aber wettmachen. Hinzu kommt, dass LED-Beleuchtungen quecksilberfrei sind und damit wie andere elektronische Bauteile entsorgt werden können. Auch schadet ihnen im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln nicht ein häufiges ein- und ausschalten und sie erreichen sofort die volle Helligkeit.

    Auch wenn sich die Wirtschaftlichkeit der LED-Beleuchtungen durch Zahlen belegen lässt: Die hohe Anfangsinvestition ist sicherlich einer der Gründe, dass viele Endanwender, Kommunen und Betriebe derzeit noch nicht systematisch auf LED-Beleuchtungen umstellen. Prognosen gehen jedoch davon aus, dass die Preise für LED-Beleuchtungen in den kommenden Jahren deutlich sinken werden. Daher wird ein Marktumbruch hin zur LED in den nächsten drei bis fünf Jahren erwartet. Die heute verfügbaren Technologien bereits nutzen, auf die Veränderungen des Markts vorbereitet sein und den Wandel in der Beleuchtungstechnik gestalten: Das sind Aufgaben, denen sich die Beleuchtungsindustrie und die Anwender jetzt gemeinsam stellen müssen, um technologisch den Anschluss zu behalten. Dabei geht es um den Nutzen für die Gesellschaft, die Umwelt, die Anwender und die Anbieter.

    Das Thema „Optische Systeme für LED-Beleuchtungen“ ist mit den Teilaspekten Werkstoffe und Fertigungsverfahren, Optikdesign sowie Lichtprüfung und -regelung interdisziplinär. Innovative Lösungen können nur durch die Zusammenarbeit von Experten mit unterschiedlicher Spezialisierung gefunden werden. Der VDI-Fachbereich „Optische Technologien“ nimmt sich dieser Herausforderung an und unterstützt die Entwicklung von Systemen, die die Potenziale der LED-Technik optimal nutzen. Die Arbeitsergebnisse werden in Form von VDI-Richtlinien veröffentlicht. Dadurch leistet der VDI einen wichtigen Beitrag zur Standardisierung optischer Systeme für LED-Beleuchtungen. Der Bericht „LED-Beleuchtungstechnik: Chancen und Herausforderungen durch den Wandel in der Lichterzeugung“ steht kostenfrei zum Download unter www.vdi.de/gma/led bereit.

    Effiziente Beleuchtung schafft Milliarden-Entlastung „Der helle Wahnsinn“

    Mar 01 2010

    Eine jährliche Entlastung der privaten Haushalte in Deutschland im Umfang von 1,5 bis 2 Milliarden Euro pro Jahr verspricht sich die Energie Agentur.NRW vom Austausch alter Glühlampen durch effiziente Leuchtmittel.

    Das erklärte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der Energie Agentur NRW, anlässlich einer Tagung zur zeitgemäßen Beleuchtung. Die Tagung fand in Kooperation mit dem Haus der Technik in Essen statt.

    „Die EU erwartet allein für Deutschland durch den Austausch von Glühlampen eine Energieeinsparung von 7,5 Milliarden Kilowattstunden in privaten Haushalten. Werden die durch LED (Lumineszens- Diode oder Leuchtdiode) ersetzt, steigert sich die Einsparung sogar noch“, rechnet Hüttenhölscher vor.

    Dabei würden die höheren Anschaffungskosten der LED aufgrund ihrer längeren Lebensdauer nur von geringer Bedeutung sein. Hüttenhölscher: „Die LED ist derzeit zwar drei- bis viermal teurer, hält aber auch bis zu 50 Mal länger als herkömmliche Glühlampen.“ Die Lebensdauer von einer Glühlampe beträgt ca. 1.000 Stunden, die Lebensdauer einer LED bis zu 50.000 Betriebsstunden.

    Wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten. Und um den Schatten besser auszuleuchten, lud die EnergieAgentur.NRW in Kooperation mit dem Haus der Technik in Essen zur Tagung „Der helle Wahnsinn“. Thema: Ineffiziente Beleuchtungen – vor allem in Unternehmen und Kommunen. So macht die Beleuchtung im Einzelhandel und in kommunalen Liegenschaften rund 30 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus. Grund: Nur fünf Prozent des Stroms, den zum Beispiel eine Standard-Halogenlampe oder eine Glühlampe benötigt, wird tatsächlich zu Licht – die restlichen 95 Prozent werden in Wärme umgewandelt. „Das sind verheerende Wirkungsgrade“, erklärt Elke Hollweg von der EnergieAgentur.NRW.

    Hoffnung auf Verbesserung verspricht die LED-Technologie. „Das Verbot von Glühlampen durch die EU trifft zeitlich zusammen mit der breiten Etablierung von Licht emittierenden Dioden auf dem Markt. Sollte es der LED gelingen, in absehbarer Zeit den Stellenwert einzunehmen, den Glühlampen derzeit noch haben, würde das für Unternehmen und private Haushalte gleichermaßen eine erhebliche Entlastung bedeuten“, so Hollweg. Experten prophezeien der LED kurz- bis mittelfristig noch große Entwicklungssprünge. Hollweg: „Vor allem die Steigerung der Effizienz und die Senkung der Kosten durch eine preiswertere Herstellung der Halbleiter, auf der die LED-Technologie beruht, stimmen die Branche optimistisch.“

    Der Sanierungsbedarf ist immens. So werden nach Schätzungen des Fachverbandes Elektroleuchten und Elektrische Lampen in 50 Prozent der deutschen Kommunen noch Straßenbeleuchtungen betrieben, die auf dem technischen Stand der 1960er Jahre sind. Nur drei Prozent der Effizienz-„Oldtimer“ werden jährlich ersetzt. „Dabei gibt es kaum einen denkbaren Bereich mehr, wo Sanierung, intelligente Steuerung oder Tageslichtnutzung nicht auch wirtschaftlich darstellbar sind“, erklärt Hollweg.

    LED Leuchtdioden in der Röhre helfen sparen

    16.09.2011 ·  LED-Röhren kann man kaum von üblichen Leuchtstoffröhren unterscheiden. Außerdem passen sie in vorhandene Leuchten, was den Lampentausch erleichtert.

    Von Ullrich Hnida

    Energie sparen ist ein Gebot der Stunde. Das gilt auch für die Beleuchtung. Rund ein Fünftel des global erzeugten Stroms fließt in künstliche Lichtquellen. In Deutschland sind es zwar nur rund 10 Prozent, doch dieser recht niedrige Durchschnittswert kann täuschen. So werden in gewerblichen Gebäuden durchschnittlich 22 Prozent der Stromkosten für die Beleuchtung aufgewendet, in den privaten Haushalten sind es hingegen nur rund acht Prozent. In Bürogebäuden übersteigt das Budget fürs Licht die Heizkosten mitunter beträchtlich. Und im Groß- und Einzelhandel erreicht der Lichtanteil an den Stromkosten 70 Prozent und mehr, der langen „Brennzeiten“ wegen. Es ist also einiges Sparpotential vorhanden, zumal veraltete Lichttechnik noch weit verbreitet ist.

    Rund eine Milliarde ineffizienter T8-Leuchtstoffröhren hängen in Westeuropas Büros, Lagerhallen und Fabriken an den Decken. Rund 60 Millionen werden allein in Deutschland Jahr für Jahr noch immer verkauft. Dabei steht sparsamerer Ersatz bereit. Die hochgelobten Leuchtdioden (LED). Deren Lehrbuchvorteile sind inzwischen bekannt: brillantes Licht, eine lange Lebensdauer (heute seriös mit 50.000 bis 60.000 Stunden beziffert) und eine hohe Lichtausbeute der LED-Chips, die inzwischen bis zu 120 Lumen je Watt erreicht.

    LED lieben es kalt

    Seit geraumer Zeit werden Retrofit-Produkte angeboten, die äußerlich kaum von der stabförmigen Leuchtstofflampe zu unterscheiden sind. Im Innern allerdings erstrahlt kein Leuchtstoff, sondern eine stattliche Zahl von LED-Chips. Der Austausch bereitet keine grundsätzlichen Probleme, doch so manche LED-Röhre der ersten Generation war sicherheitstechnisch mangelhaft. Inzwischen gibt es eine Vielzahl sicherer LED-bestückter Imitate, bei denen man lediglich Röhre und Starter tauscht – schon kann es losgehen mit dem Energiesparen. Die „Heilsversprechen“ vieler Anbieter lassen kaum Wünsche offen. Energieeinsparungen bis zu 70 Prozent bei vergleichbarer Beleuchtungsqualität werden genannt, Amortisationszeiten bis herab zu zwei Jahren kalkuliert. Gibt es Sinnvolleres als alte T8-Röhren gegen LED-bestückte Pendants? Doch gemach: Auch die schöne neue LED-Welt ist nicht frei von Mängeln. So ist die Anbieterschar schier unüberschaubar, Leistungsvergleiche werden geschönt, und es tummeln sich reichlich „schwarze Schafe“ am Markt. Kommerzielle Anwender klagen über Wildwestmethoden, mit denen auch Normalverbraucher konfrontiert werden, denn die finden in den Baumarkt-Regalen jede Menge LED-Ramsch.

    Deshalb immer darauf achten, dass man qualitativ hochwertige und vorallem VDE zertifizierte Matrilight LED Röhren kauft.

  • Rechtliche Informationen | Rechtssprechung

    Kennzeichnungspflichten LED

    Ab dem 01. September 2010 gelten erweiterte Kennzeichnungspflichten auf der Verpackung. Diese Angaben sind zusätzlich vom Hersteller im Internet zu publizieren.
    Der Begriff „Energiesparlampe“ (Energy Saver) darf ab 01. September 2010 nur noch für Energiesparlampen der Energieeffizienzklasse A genutzt werden.

    Die Verordnung (in diesem Bereich) reguliert nachfolgende Anforderungen für Lampen.

    Veränderungen im Bereich Büro-, Industrie und Straßenbeleuchtung (Tertiärer Sektor)

    Der Anwendungsbereich dieser Durchführungsmaßnahme umfasst Anforderungen an:

    • Leuchtstofflampen (einseitig und zweiseitig gesockelt)
    • stabförmige Leuchtstofflampen
    • Kompaktleuchtstofflampen
    • Ringlampen
    • U-förmige Lampen sowie
    • Hochdruckentladungslampen mit Sockel E27/E40/PGZ12
    • Halogenmetalldampflampen
    • Natriumdampfhochdrucklampen
    • Quecksilberdampfhochdrucklampen
    • Vorschaltgeräte
    • Leuchten


    Die Anforderungen werden in 3 Stufen bis 2017 zeitlich umgesetzt.

    Zusätzlich dürfen ab dem Jahr 2015 die Quecksilberdampflampe nicht mehr neu in den Markt gebracht werden. Die Anforderungen werden mit der zeitlichen Umsetzung verschärft.

    Mindestanforderungen an die Energieeffizienz.

    Diese wird definiert durch den Lampenwirkungsgrad (Lichtausbeute) in Lumen pro Watt

    Mindestanforderungen an die Produkteigenschaften

    Diese werden definiert durch Farbwiedergabeindex Ra Lampenlichtstromwartungsfaktor LLMF

    (Anmerkung: Jede Lampe unterliegt einem Alterungsprozeß. Dieser führt dazu, dass mit steigender Lebensdauer der Lichtstrom zurückgeht. Der maximale Lichtstromrückgang zu einem bestimmten Zeitpunkt wird durch diesen Faktor festgelegt.

    Lampenüberlebensfaktor LSF
    (Anmerkung: Dieser Faktor beschreibt den Anteil der Lampen, die unter definierten Bedingungen zu einem bestimmten Zeitpunkt noch funktionieren)

    Anforderungen an Produktinformationen
    (Anmerkung: Bereitstellung von technischen Informationen im Internet sowie in technischen Datenblättern und Katalogen)

    Erklärung EuP Richtlinie Teil 1

    Stufenweiser Ausstieg aus nicht effizienten Produkten

    Die EuP-Richtlinie 2005/32/EG (Eco-Design Requirements for Energy Using Products) legt Anforderungen an die umwelt-gerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte fest. Es handelt sich hierbei um eine Rahmenrichtlinie, bei der für viele Produktgruppen Anforderungen in Durchführungsmaßnahmen festgelegt werden. Zwei davon betreffen die Beleuchtung. Nichteffiziente Produkte zur Haushaltsbeleuchtung sowie zur Beleuchtung im tertiären Sektor (Straßen-, Büro- und Industriebeleuchtung) werden stufenweise vom Markt genommen.

    Dies erfolgt dadurch, dass in Deutschland Produkte nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen, die die Anforderungen nicht erfüllen. Die CE-Kennzeichnung erlischt dann. Die Details hierzu regelt in Deutschland das Energiebetriebene-Produkte-Gesetz EPBD veröffentlicht am 06.03.2008 im Bundesgesetzblatt.
    Die von der Europäischen Union erarbeitete EuP-Richtlinie des Europäischen Parlaments bildet die Ergänzung zu den Richtlinien, die sich mit der Entsorgung und dem Recycling, der WEEE-Richtlinie3, und der Reduzierung von Schadstoffen, der RoHS-Richtlinie4, beschäftigen.

    Veränderungen im Segment Hochvolt-Halogenlampen
    Ab 01. September 2009 gilt:

    Für klare Lampen:

    – Auslauf von Halogenlampen mit >= 100 Watt (gilt für Sockel/Fassungen R7S, E14, E27) und EEL D, E, F, G
    – Auslauf von Halogenlampen mit < 100 Watt und EEL F bzw. G (R7S, G9, E14, E27)

    Für matte Lampen:

    – Auslauf aller matten Halogenlampen (G9, E14, E27)

    Veränderungen im Segment Niedervolt-Halogenlampen:
    Ab 01. September 2009 gilt:

    – Auslauf aller matten Halogenlampen (G4, GY 6,35 Sockel)

    Veränderungen im Segment Energiesparlampen

    Ab 01. September 2009 gilt:
    Auslauf aller Energiesparlampen mit EEL B (Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät)